Rheinufer

ca. 4 km

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Wir starten an der Fischerstraße an der ERGO Versicherung  und schauen uns das schöne Künstler-Atelierhaus an. Von dort gehen wir westlich Richtung zum „Golzheimer Friedhof“ und dort nördlich über den Friedhof bis zur Klever Straße.

Die Klever Straße überqueren wir und halten uns links bis zum Rhein. Dort sehen wir nach Norden und schauen uns das schöne Panorama an. Der Baum sieht übrigens so lustig aus seit Sturm ELA. Wir steigen die Treppe hinab. Hier in dem kleinen Hafen kann man mit etwas Glück Eisvögel und Nutrias beobachten.

Nun gehen wir ein kurzes Stück am Ufer entlang bis zur Auffahrt. Dort sehen wir auf der Mauer eine Schlange. Diese wurde 1929, nachdem die Uferböschung um 3 Meter wegen Überschwemmungen erhöht wurde, errichtet. Die Rohre stammen von der Firma Mannesmann, das Kunstwerk wurde von Professor Richard Langer erschaffen. Der Titel heißt „Gebändigter Rhein“ (die Schraube im Kopf soll die Bändigung des Rheins stilisieren, die Schlangenbögen stellen die Wellen des Rheins dar).Die Rampe geht´s dann hoch bis zu dem Biergarten der Rheinterasse. Dort sehen wir die Skulptur „Rheinschiffer“ die um 1850 von Professor Jungblut geschaffen wurde.

Jetzt gehen wir bis zur Straße, wo wir links das Oberlandesgericht sehen.

Vor uns sehen wir das Gebäude der ERGO-Versicherung. Auf dem Rasen davor steht eine Skulptur von Norbert Kricke. Früher stand hier eine Messehalle und über eine Aluminiumbrücke konnten die Messebesucher auf die Rheinwiesen gelangen, wo sich weitere Messehallen befanden.

Rechts von uns befindet sich die Gaststätte „Rheinterasse“, an der wir südlich entlang und dann direkt dahinter in den kleinen Park gehen. Hier finden wir die Skulptur der Wasserträgerin.

Wir gehen wieder aus dem Park, überqueren an der Ampel die Straße und gehen gegenüber in den Ehrenhof. Auf dem ersten Bild sehen Sie im Hintergrund das ehemalige Planetarium, in dem heute die neue Tonhalle untergebracht ist. Dort finden jetzt u.a. Konzerte der „Düsseldorfer Symphoniker“ statt.

Der Ehrenhof wurde für die Ausstellung GeSoLei, der „Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, Soziale Fürsorge und Leibesübungen“,  in den Jahren 1925 bis 1926 errichtet.Hier befinden sich heute das NRW-Forum und das Museum Kunstpalast. Im Sommer werden die Grünflächen im Ehrenhof immer sehr schön bepflanzt. Ich vermute, hier ist es Zier-Rhababer und Zier-Grünkohl.

An den Ausgängen Richtung Rhein sehen wir einmal das Ulanen-Denkmal und an den Gebäuden sehr schöne Mosaiken. Wer hier nähere Informationen haben möchte, dem empfehle ich in WIKIPEDIA („Ehrenhof Düsseldorf“) nach zu schauen, wo die Kunstwerke sehr gut erklärt werden.

Diese Skulptur von „Bending von Yue Minjun“ war im Sommer 2015 zeitweise installiert.

Wir verlassen den Ehrenhof und wechseln die Straßenseite zum Rheinufer. Auf der unteren Promenade sehen wir vor der Oberkasseler Rheinbrücke Reste von Schienen. Ab diesem Bereich waren in südlicher Richtung früher Lagerplätze für Kies und diverse andere Dinge. Hier befanden sich Kräne und Schienen von Bahnanlagen des ehemaligen alten Hafengebietes. Durch Bau des Rheinufertunnels 1993 entstand oben eine schöne Promenade. 1976 wurde der komplette Oberbau der Brücke samt Pylon und Schrägseilen mit einem Gesamtgewicht von 12.500 Tonnen um 47,5 Meter stromabwärts an den Platz der alten Brücke verschoben. Die alte Brücke wurde danach abgerissen. Kurz hinter der Brücke sehen wir dann „Das Ohr von Düsseldorf“ von Horst Wolfframm.

Wer noch einen Abstecher zum ehemaligen Planetarium und der Umgebung machen möchte, hier noch ein paar Hinweise. Auf der Brücke sehen wir am Planetarium die „Pallas Athene“  Schirmherrin Wissenschaft und Kunst 1926 von Johannes Knubel.

Gehen wir hier die Treppe nach unten und dann rechts an der Brücke weiter, so kommen wir zum „39er Denkmal“ von Jupp Rübsam.

Wenn wir dem Weg an der Brücke folgen, kommen wir an eine Unterführung. Darin befindet sich eine Installation von Stefan Hoderlein (2002) anläßlich einer Ausstellung.

Nun gehen wir durch die Unterführung und danach rechts die Treppen zur Brücke hinauf. Dort befindet sich der „Brückenheilige Johannes von Nepomuk“ von Bert Gerresheim. Danach steigen wir die Treppe wieder herab und gehen rechts wieder zum Rheinufer.

Weiter auf der oberen Rheinpromenade sehen wir einen schwarzen Balken liegen. Dies ist das "Boot", ein begehbares Kunstobjekt von Gerhard Moritzen. Architekt Niklas Fritschi gestaltete eine Wiesenlandschaft mit einem kleinen Flusslauf. Moritzen schlug sein "Boot", das an die Rheinüberquerung durch Joseph Beuys und Anatol 1973 erinnern soll, aus einem 100.jährigen Eichenstamm. Der sollte zugleich Brücke über das Flüsschen sein. (Quelle: Wolfgang H.Funken -Facebook-Kommentar-)

Weiter gehen wir an der Sonnenuhr (am südlichen Ende des Rasenplatzes) vorbei und gelangen zum Stiftsplatz. Dort sehen wir auch die St. Lambertus-Kirche mit dem schiefen Turm (Nach einem Brand 1815 wurde der Turmhelm erneuert. Durch die Restaurierung mit zu frischem Holz verdrehte sich der Turm).

Ein paar Meter weiter stoßen wir auf den alten Schlossturm. In der Nacht vom 19. zum 20. März 1872 wurde das Schloss ein Raub der Flammen. Der Schlossturm ist das einzige Überbleibsel vom Schloss und beherbergt heute ein Schifffahrtsmuseum. 

Hinter dem Schlossturm befindet sich an der Wand des Lokals eine Hinweistafel auf die ca. 150m lange Krämerstraße. Die Krämerstraße gehörte neben der Altestadt zu den beiden Straßen in der Altstadt von Düsseldorf, die bereits zum Zeitpunkt der Stadternennung 1288 vorhanden waren. Die Straße wurde damals vermutlich Am Ufer genannt. Sie lag hinter der westlichen Stadtbegrenzung vor dem Rheinufer. Die Bebauung der Straße änderte sich mehrmals im Laufe der Geschichte. Nach 1945 wurde die Gebäudeflucht nach Osten zurückgenommen und die bis zum Krieg noch bebaute Ostseite der Straße weitgehend für die Neugestaltung des Rheinuferbereiches verwendet. Die Straße wurde dadurch überflüssig und durch einen Ratsbeschluss vom 28. März 1968 aufgehoben. (Quelle: Wikipedia)

Die Wände der Burgplatz-Treppe, die seit 1997 mit dem Kunstwerk „Rivertime“ von Hermann-Josef Kuna verziert sind, wurden 2017 saniert und durch farbige Bruchkeramik ersetzt.

Wir gehen am Schlossturm die Treppen hinunter zur unteren Promenade und halten uns dann südlich. Dort sehen wir am am Anfang der Kasematten ein in den Boden eingelassenes blaues Band und eine im Boden eingelassene Plakette mit der Aufschrift „Mündung nördliche Düssel“ Hier ist die Mündung der nördlichen Düssel, die man allerdings nur bei Niedrigwasser sieht.Die Kasematten waren Mauern, die die Festung des alten Düsseldorfs vor Artilleriebeschuss schützen sollten und als Aufbewahrungsorte dienten.

Weiter geht´s und wir sehen links die Pegeluhr auf der der Rheinpegelstand angezeigt wird. Innen ist moderne Technik, damit die Stände auch über das Internet abrufbar sind. Etwas weiter sehen wir einen Durchgang, der zum alten Düsseldorfer Hafenbecken führt.

Auf dem Rhein liegt übrigens ein Gastronomieschiff, was eine Zeit lang geschlossen war da der Inhaber ein Problem mit der Konzession hatte. Aus Protest hatte er das Schiff dann zur Belustigung der Passanten  mit Skletten bestückt.

Auf der oberen Promenade ist an der Schulstraße Ecke Rathausufer an der Plattform eine Gedenktafel an die Rhingkadetten. Dies waren die Leute, die die Kähne be- und entladen haben.

Ab und zu sieht man auch das Feuerlöschboot der Düsseldorfer Feuerwehr auf dem Rhein.

Wir gehen weiter in nördliche Richtung und sehen auf dem Boden den blauen Streifen der Mündung der südlichen Düssel.Hier sind auch die Markierungen für den jährlichen Radschläger-Wettbewerb zu sehen.

Oberhalb auf der oberen Promenade sehen wir dann das 1958 erbaute Mannesmann-Hochhaus Es handelt sich um das ehemalige Verwaltungsgebäude der Firma Mannesmann. Vor dem Gebäude finden wir eine weitere Skulptur von Norbert Kricke.

Wir gehen den Weg vor der Kniebrücke zur oberen Promenade und sehen unter der Brücke  das neue Apollo-Variete-Theater. Es wurde neu erbaut, nachdem das glamuröse ehemalige Apollo-Theather an der Königsallee 1966 abgerissen wurde.Direkt oberhalb des Aufganges sehen wir ein kleines Cafe und den Eingang zum Museum Kunst im Tunnel (KIT).

Wir beenden unseren Spaziergang auf dem Johannes-Rau-Platz am Ende der Gebäude und vor der Brücke. Hier sehen wir die 1910 erbaute Villa Horion. Sie war von 1959 bis 1999 Dienstsitz des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten. Jetzt wird sie vom Landtag als Büro- und Ausstellungsgebäude genutzt. Auf dem Platz sehen wir eine Skulptur von dem ehemaligen Bundespräsidenten und ehemaligen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten „Johannes Rau“ und eine weitere Büste von dem ehemaligen Düsseldorfer Oberbürgermeister „Karl Arnold“.